Abstract
Der Beitrag möchte die Bedeutung der Transkription für die Analyse von Videodaten (natürlicher) Interaktionssituationen in atypischen Gesprächssituationen am Beispiel der Nutzung von elektronischen Kommunikationshilfsmitteln (sogenannten Talkern) diskutieren. Durch die Nutzung von ›Talker‹ werden erwartbare Interaktionsvollzüge irritiert, sodass die Gesprächsorganisation eine besondere Herausforderung für die Interaktionsbeteiligten darstellt. Am Beispiel von zwei Videosequenzen wird herausgearbeitet, wie diese Herausforderungen sich auch auf die Transkription und Analyse von Mehrpersonengesprächen mit Talker auswirken. Neben methodischen Aspekten, wie ergänzenden Transkriptionskonventionen, wird deutlich, dass für die Analyse von Mehrpersonengesprächen mit Talker bereits der Transkriptionsprozess selbst einen erheblichen Anteil an der Datenanalyse hat und auch die Klärung methodologischer Fragen, wie dem Status Talkers für das Interaktionsgeschehen, beinhaltet. Letztlich wird dafür plädiert, die mehrfache Transkription von Sequenzen als Bestandteil der Analyse zu nutzen.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel des Sammelwerks | Videographie und Videoanalyse |
| Untertitel | Beiträge zur Erhebung, Analyse und Nutzung von Videodaten in der Qualitativen Forschung |
| Erscheinungsort | Weinheim/ Basel |
| Herausgeber (Verlag) | Beltz Juventa |
| Kapitel | 2 |
| Seiten | 311-334 |
| Seitenumfang | 21 |
| ISBN (elektronisch) | 978-3-7799-8525-9 |
| ISBN (Print) | 978-3-7799-8524-2 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 15 Mai 2025 |
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