Abstract
Ingeborg Bachmanns Roman Malina (1971) ist – so die These – als poetologische Autobiografie des Schreibens konzipiert, die zentrale Prämissen der Bachmann’schen Textproduktion – Fragmentierung, Dynamisierung, motivische Kreisbewegungen – narrativ entwickelt, selbstreflexiv kommentiert und zu einer essayistischen Poetik der Chiffrierung verbindet. Die Schmerz- und Gewalterfahrungen der Protagonistin, die verdrängt werden und nicht oder nur partiell zum Ausdruck kommen, artikulieren sich verschlüsselt über die in den Text eingelagerte ‚Romantheorie‘. Die omnipräsente Tendenz zum Negativen und Schmerzhaften und die Reflexion der poetologischen Konstruktion des Romans bedingen sich also wechselseitig.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel des Sammelwerks | Klassiker österreichischer Literatur |
| Untertitel | Ein literaturgeschichtlicher Streifzug in Einzeltextanalysen |
| Herausgeber/-innen | Stefanie Kreuzer, Caroline Frank |
| Erscheinungsort | Würzburg |
| Herausgeber (Verlag) | Königshausen & Neumann |
| Seiten | 647-665 |
| Seitenumfang | 18 |
| ISBN (elektronisch) | 978-3-8260-9513-9 |
| ISBN (Print) | 978-3-8260-9512-2 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 5 Feb. 2026 |
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