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Inkongruenz von Genus und Geschlecht in Nominalellipsen: Akzeptabilität und Asymmetrie

Berry Claus*, Aline Willy

*Korrespondierende*r Autor*in für diese Arbeit

Publikation: Beitrag in Buch/Bericht/Sammelwerk/KonferenzbandBeitrag in Buch/SammelwerkForschungPeer-Review

Abstract

In diesem Beitrag berichten wir über ein Experiment zur Akzeptabilität von Nominalellipsen mit Nichtübereinstimmung zwischen dem Genus des Prädikatsnomens im Antezedenzsatz und dem semantischen Geschlecht des Subjekts im elliptischen Satz. Darin wurden Satzpaare mit einem Prädikatsnomen im Maskulinum (Herr Saki ist Japaner. Frau Kobo auch.) signifikant besser bewertet als Satzpaare mit einem movierten femininen Prädikatsnomen (Frau Kobo ist Japanerin. Herr Saki auch.). Dieser Befund ist konsistent mit der Annahme eines geschlechtsübergreifenden Maskulinums, aber er kann nicht als empirische Evidenz für diese Annahme betrachtet werden. Zum einen lässt der Akzeptabilitätsunterschied einen generellen Interpretationsspielraum zu. Darüber hinaus sind weitere Ergebnisse des Experiments (Akzeptabilitätsniveau, Numeruseffekt, interindividuelle Variabilität) problematisch für eine eindimensionale Erklärung im Sinne dieser Annahme.
OriginalspracheDeutsch
Titel des SammelwerksGenus – Sexus – Gender
Herausgeber/-innenGabriele Diewald, Damaris Nübling
Herausgeber (Verlag)de Gruyter
Seiten219-240
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 9 Mai 2022
Extern publiziertJa

Publikationsreihe

NameLinguistik – Impulse & Tendenzen
Herausgeber (Verlag)De Gruyter
Band95
ISSN (Print)1612-8702

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