Abstract
In dem Beitrag wird untersucht, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Erfolg und Scheitern in der Forschung in Biochemie und optischer Physik verstehen. Die Auswertung von 20 qualitativen Interviews mit Forschenden einer deutschen Universität zeigt, dass sie Scheitern nur teilweise als Oppositionsbegriff zu Erfolg verstehen. Forschende sehen es bereits als Erfolg an, Experimente zum Laufen zu bringen und Ergebnisse zu veröffentlichen. Große Erfolge sind für sie bahnbrechende Forschungsentdeckungen, die hochrangig publiziert werden können. Scheitern bedeutet für sie hingegen, (a) keine verwertbaren Ergebnisse zu generieren, (b) nicht sorgfältig genug zu forschen oder (c) Experimente abzubrechen, bevor alle Forschungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. In ihrem Verständnis von Scheitern bringen sie zum Ausdruck, an welchen Normen sich Forschung ihrer Meinung nach orientieren sollte.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 36-55 |
| Fachzeitschrift | Beiträge zur Hochschulforschung |
| Jahrgang | 46 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2024 |
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