Abstract
Karl Barths umstrittener Brief vom 19. September 1938 an seinen Prager Kollegen Josef L. Hromádka hat Theologiegeschichte geschrieben. Er ermutigt die tschechischen Soldaten in der »Sudetenkrise«, die Gegenwehr gegen Hitlerdeutschland auch für die Kirche Jesu Christi zu vollziehen. Barth entwickelt in diesem zeitgeschichtlichen Kontext eine rechtsethische Argumentation, deren Anschlussfähigkeit im Blick auf den aktuellen Ukrainekrieg hermeneutisch reflektiert wird. Auf der Linie dieser rechtsethischen Argumentation wird gefragt, was es etwas für das Völkerrecht bedeutete, wenn Russland diesen Krieg gewinnen bzw. verlieren würde. Darüber hinaus werden ausgehend von Barths späterem »Nein zur Atombombe« tugendethische Erwägungen zur aktuellen Eskalationsdebatte angestellt
| Titel in Übersetzung | Pacifism in doubt |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Seiten (von - bis) | 171-191 |
| Seitenumfang | 21 |
| Fachzeitschrift | Kirchliche Zeitgeschichte |
| Jahrgang | 35 |
| Ausgabenummer | 1 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Dez. 2022 |
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