Abstract
Forschungsbedarf besteht, wie psychosoziale Stärkung durch Online-Weiterbildung gelingen, persönliche Entwicklung und Bildung initiiert werden können. Ziel der Dissertation ist es, Erkenntnisse über psychosoziale Stärkung auf Basis der Positiven Psychologie durch Online-Weiterbildung zu Inhalten, Lehre und Lernen zu gewinnen. Was ist beobachtbar im digitalisierten Lern- und Bildungsprozess und was ist maßgeblich, damit psychosoziale Stärkung gelingt? Welche Rückschlüsse lassen sich auf Professions- und Qualitätsentwicklung ziehen? Inhalte, Wirkungsforschung und Funktionslogiken der Positiven Psychologie werden aus Weiterbildungsperspektive analysiert und systematisiert. Modelle von psychosozialer Stärkung und psychologischen Ressourcen werden beschrieben. Psychosoziale Stärkung wird als Aufbau psychologischer Ressourcen im Lern- und Bildungsprozess nachvollzogen. Auf Basis der subjektwissenschaftlichen Lerntheorie nach Holzkamp wird ein Lernmodell für psychosoziale Stärkung entwickelt. Das didaktische Konzept und die Durchführung der Online-Weiterbildung Psychology at Work (PAWM) dienen als Forschungsfeld mit insgesamt 380 Lernenden. Angewendet wird ein Triangulationsdesign mit insgesamt 4 Studien: Durch Expertinneninterviews (N = 12) werden maßgebliche Faktoren für psychosoziale Stärkung in Weiterbildung auf Basis der Positiven Psychologie erfasst und systematisiert. Die Pilotstudie (N = 380) als kontrolliert-randomisierte Feldstudie mit Treatment-, Kontroll- und Nullgruppe untersucht Wirkungszusammenhänge der Online-Weiterbildung auf Wohlbefinden und Leistungspotenzial. Der Lern- und Bildungsprozess wird durch die qualitative Auswertung der Lerntagebücher elaboriert (Lernprozessstudie, N = 20). Durch qualitative Fragebögen werden maßgebliche Faktoren für den Transfer von einem halben Jahr bis 2 Jahre nach Abschluss der Weiterbildung ermittelt (Lerntransferstudie, N = 30). Für die Lernenden der Online-Weiterbildung "Psychology at Work" lassen sich signifikant psychosoziale Stärkung und der nachhaltige Aufbau psychologischer Ressourcen nachweisen. Maßgeblich für den Lern- und Transferprozess sind im didaktischen Dreieck Volitionsprozesse, Freude und Positivitätsresonanz. Ein weiterer maßgeblicher Faktor ist die kohärente positiv-psychologische Grundhaltung der Lehrenden im Lehr-Lernprozess. Der Aufbau psychologischer Ressourcen braucht (Reflexions-) Zeit und soziale Unterstützung im Lern- und Transferfeld. Es ergeben sich konkrete Ergebnisse für Professions- und Qualitätsentwicklung, ein transferierbares Evaluationsdesign sowie Handlungshilfen für Trainerinnen
| Originalsprache | Deutsch |
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| Qualifikation | Doktor(in) der Philosophie (Dr. phil.) |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer*in / Berater*in |
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| Datum der Bewilligung | 26 März 2025 |
| Erscheinungsort | Hannover |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 24 Apr. 2025 |
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)
2015 einigten sich die UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung von Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Hiermit leisten wir einen Beitrag zu folgendem/n Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung (SDGs):
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SDG 3 Gute Gesundheit und Wohlergehen
Schlagwörter
- Psychosoziale Fähigkeit
- Weiterbildung
- Soziale Unterstützung
- Transfer
- Personalentwicklung
- Qualitätssteigerung
- Lerntheorie
- Positive Psychologie
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