Abstract
Dieser Artikel konzentriert sich auf die Analyse der Auswirkungen des Globalen Konsums auf die Gebiete des Globalen Südens und darauf, wie dieser Prozess, der ein Produkt einer globalen Hegemoniekrise ist, Ungleichheiten und ökologische Ungerechtigkeiten in den von diesen Konsum- und Produktionsmustern betroffenen Gebieten erzeugt. Zu diesem Zweck werden empirische Beispiele aus dem Globalen Süden analysiert, wobei die durch dieses Phänomen hervorgerufenen sozio-ökologischen Spannungen berücksichtigt werden und das Konzept des Neo-Extraktivismus als analytische Kategorie herangezogen wird. Durch diese Analyse wollen wir auch die sozio-historischen Strukturen globaler Ungleichheiten und die Auswirkungen aufzeigen, die sie in historisch vertriebenen Gebieten hervorrufen. Der Artikel schließt mit dem Hinweis darauf, dass Ungleichheit ein globales Problem ist, nicht nur wegen ihrer geografischen Ausdehnung, sondern auch wegen ihrer Wechselbeziehungen zwischen Nord und Süd, die durch globale Produktionsnetze und Machtasymmetrien verstärkt und verändert werden. Schließlich wird darauf hingewiesen, dass das derzeitige Wirtschaftsmodell, die Produktionsprozesse und die Konsumformen die Ungleichheiten zwischen Nord und Süd vervielfacht haben und Prozesse der Vertiefung der strukturellen Abhängigkeit der "Peripherien" von den globalen Produktionsnetzen und der internationalen Arbeitsteilung hervorrufen. Auf diese Weise kontrolliert der globale Norden die Produktionsprozesse in anderen Regionen der Welt und verstärkt die Dynamik der Aneignung von Einkommen, Arbeit, Ressourcen und Kapital.
| Titel in Übersetzung | Soziale Ungleichheit und ökologische Ungerechtigkeit: Die Auswirkungen des globalen Konsums auf den globalen Süden |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Seiten (von - bis) | 1-16 |
| Fachzeitschrift | Pacha. Revista de Estudios Contemporaneros del Sur Global |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2023 |
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)
2015 einigten sich die UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung von Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Hiermit leisten wir einen Beitrag zu folgendem/n Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung (SDGs):
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SDG 10 Weniger Ungleichheiten
Schlagwörter
- Globaler Konsum
- Soziale Ungleichheit
- Umweltgerechtigkeit
- Neo-Extraktivismus
- Globaler Süden
Fachgebiet (basierend auf ÖFOS 2012)
- Kulturanthropologie
- Entwicklungspolitik
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