Abstract
Europa ist für Heinrich Mann gleichermaßen politisches Interesse wie geistige Idee. Aus dieser doppelten Konnotation ergibt sich ein ambivalentes Wechselspiel zwischen Politik (Interessen, Strategien, Nutzenüberlegungen, Zwängen) und der Utopie, dem Ideal eines geistigen Europas, das – so die These dieses Beitrages – an das Konzept ästhetischer Autonomie anknüpft, wie es Kant und Schiller im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts entwickelt haben. Der Beitrag untersucht die ‚unpolitischen‘, aber gleichwohl weder zweckfreien noch ästhetizistischen Prämissen in den Essays eines politischen Schriftstellers, der Europa literarisch-ästhetisch mit(gestaltet) hat.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 339–363 |
| Fachzeitschrift | Musil-Forum |
| Jahrgang | 2023/24 |
| Ausgabenummer | 38 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 4 Dez. 2025 |
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